Der Banded Bully Stretch

Ihr wolltet eine Übung mit der extrem viele Probleme und Verspannungen im Schulterbereich adressiert werden? Voilà: der Banded Bully Stretch.

Abgeschaut habe ich mir diese Übung von Jamie Tikkanen (CrossFit Thames) in seinem Programming The Training Plan. Leider kann ich das Original Video von ihm hier nicht einbinden, da es nur für Mitglieder zugänglich ist, aber das unten stehende Video erweitert es sogar noch ein bisschen durch den, meiner Meinung nach sinnvollen, Einsatz des Yoga Bands.

Okay, also fassen wir die Inhalte des Videos noch einmal kurz zusammen.
Ihr nehmt ein Strength Band und befestigt dies an einem Rack o.Ä. Legt das Strength Band dann um eure rechte/linke Schulter und geht einen Schritt nach vorn. Das Band zieht nun euren Oberarmknochen (Humerus) in seine Gelenkpfanne zurück. Oft haben wir das Problem, dass durch übermäßiges Training der Schultervorderseite im Vergelich zur Rückseite unsere Schulterpartie leicht nach vorn fällt. Dadurch entsteht ein kleiner Zwischenraum im Gelenk, da der Oberarmknochen nicht mehr komplett drin sitzt – und das kann zu Schmerzen und schlechter Beweglichkeit führen. Mir hatte sogar mal ein Arzt geraten ich solle keine Liegestütz mehr machen, weil es mein Problem verschlimmern würde….Naja! Da stretch‘ ich doch lieber.

Sobald ihr Spannung auf dem Strength Band aufgebaut habt nehmt ihr den rechten/linken Arm hinter euren Rücken, also in die Innenrotation. Jetzt könnt ihr entweder wie im Video mit dem Yoga Band nachziehen, sodass ihr weiter hinter den Rücken kommt, oder ihr nehmt eure freie Hand dazu. Auch hier gibt’s zwei Optionen: einerseits eben das Ziehen hinter den Rücken, sodass ihr weiter auf eure gegenüberliegende Seite zieht, oder ihr versucht die verschränkten Hände vom Rücken abzuheben und nach hinten zu strecken. Beides tut absolut gut!

Jamie Tikkanen empfiehlt je Seite 2 Minuten zu verbringen und tief in die Dehnung reinzuarbeiten. Die zwei Minuten kommen einem zwar ewig vor, aber es lohnt sich wirklich. Um immerhin ein wenig Abwechslung zu haben verbringe ich gern die erste Minute mit Option 1 und die zweite mit Option 2. So habe ich an beiden Varianten gearbeitet und kann mich im Training direkt über meine wundervolle, neu gewonnene Mobilität freuen.